Kindergeld / Kinderzulage

Kindergeld / Kinderzulage

Als Grenzgänger haben Sie grundsätzlich Anspruch auf eine Kinderzulage (entspricht unserem Kindergeld) in der Schweiz. Da in der Regel bisher auch in Deutschland Kindergeld bezogen wurde, ist zu prüfen, wo künftig Kindergeld / Kinderzulage beantragt wird. Das hängt vor allem von der Familien- bzw. Arbeitsplatzsituation ab.

Es gibt im Wesentlichen drei denkbare Situationen / Fälle:

1. Der (Ehe-)Partner des Grenzgängers ist selbst in Deutschland berufstätig (keine geringfügige Beschäftigung - 450 €-Basis). Das Kindergeld wird weiter in voller Höhe in Deutschland bezogen und es besteht kein Anspruch auf Kinderzulage in der Schweiz.

2. Der (Ehe-)Partner ist selbst nicht oder nur auf 450-€-Basis beschäftigt.
Die Kinderzulage muss in der Schweiz über den Arbeitgeber bezogen werden. Da die schweizer Kinderzulage niedriger sein kann als das deutsche Kindergeld, kann die fehlende Differenz bei der Familienkasse in Deutschland zusätzlich beantragt werden.

3. Beide Elternteile arbeiten in der Schweiz
Nach bisheriger Rechtsauffassung der Familienkassen kann in diesem Fall nur die Kinderzulage in der Schweiz beantragt werden, kein Differenzausgleich in Deutschland.
Gemäß einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzgerichtshofs (BFH) vom 12.09.2013 (Az III R 32/11) steht jedoch auch hier den Eltern ein Differenzausgleich in Deutschland zu, wenn das schweizer Kindergeld niedriger ist.
Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihre zuständige Familienkasse.


Elterngeld
Grenzgänger haben grundsätzlich auch Anspruch auf das in Deutschland mögliche Elterngeld. Voraussetzung ist ein ständiger Wohnsitz in Deutschland und eine Beschäftigung oder gemeldete Arbeitslosigkeit des anderen Elternteils in Deutschland. Nähere Auskünfte hierzu erteilt die L-Bank Baden-Württemberg in Karlsruhe, dort wird der Antrag für Elterngeld gestellt.

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